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Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 29. Juli 2009 um 00:21 Uhr

Von der Matte auf's Treppchen

Jugendarbeit ist die Basis für die Zukunft bei den Geiselhöringer Ringern.

 

Ringen hat in Geiselhöring Tradition. Dennoch sonnten im Jahr 2000 mangels aktiver Ringer keine Wettkämpfe stattfinden. Für die 100-Jahr-Feier der Abteilung wurde auf Drängen von Bürgermeister Franz Xaver Stierstorfer, der selbst einmal ein guter Ringer war, wieder eine Mannschaft in die Wettkämpfe geschickt. Eines greifte dieses Problem ganz klar auf: Die längst überfällige Nachwuchsarbeit musste wieder aktiviert werden.

Als Manfred Fuß, zweiter Abteilungsleiter und Sportwart, die Zügel der Jugendarbeit in die Hand nahm, fanden sich ab September 2002 wöchentlich immer mehr Acht- bis Elfjährige zum Schnuppertraining ein. Fuß leistete Überzeugungsarbeit, nahm Kontakte mit den Eltern auf und verschaffte sich deren Rückhalt. Die Nachwuchsarbeit, damals noch unter der Trainingsleitung von Harry Thurner, wurde damit neu „geboren". Um die Mattenarbeit noch zu intensivieren, wurde ab April 2003 neben Trainer Frank Lüdtke für drei Monate Schulsportreferent Richard Löschl aus Deggendorf verpflichtet.

Wichtige Kniffe
Als Lehrer und als Fachkraft brachte er den Kindern die Grundbegriffe des Ringens spielerisch bei. Diese verbesserten die Technik der talentierten Jungringer enorm, so dass im Januar 2004 zehn Schüler zu den Bezirksmeisterschaften gemeldet werden konnten. Mit Martin Enghofer, Lukas Ring und Ulrich Blümel als Bezirksmeister sowie weiteren guten Platzierungen wurden die Erwartungen weit übertroffen. Ab Februar 2004 nutzte die Ringerabteilung auf Betreiben von Abteilungsleiter Georg Wild mit den Rektoren Ludwig Passreiter und Ludwig Eisenschenk den von der bayerischen Regierung geförderten Schulsport „Ringen" an der Grund- und Hauptschule Geiselhöring.
Unter dem Motto „Sport nach eins in Schule und Verein" können Nachwuchsringer jetzt an der Schule einmal wöchentlich dienstags von 14.30 bis 16 Uhr eine Sportart erlernen, die offiziell nicht im Stundenplan beim Schulsport angeboten wird. Vorteil und Ziel ist es, laufend neue Interessenten zu finden und in den Nachwuchs beim Verein zu integrieren.
Gerade bei dieser Nachwuchsarbeit spielt nicht nur der sportliche, sondern auch der soziale Aspekt eine Rolle. Kindern und Jugendlichen ein Ziel zu geben, Freundschaften zu schließen, Disziplin zu üben, sich zu integrieren und auch seinen Sportkameraden mal zur Seite zu stehen, dies sind die positiven Nebeneffekte eines Sportvereins mit Jugendarbeit.

Begeisterte Truppe
Die große Schar an Nachwuchsringern wird seit 2003 von Frank Lüdtke und Karl Fischer im Training betreut. Die sportlichen Fortschritte waren so enorm, dass der Vorstand beschloss, eine Schülermannschaft für die Punkterunde im Bezirk Niederbayern/Oberpfalz zu melden. Obwohl »gegen erfahrene Kontrahenten einige hohe Niederlagen eingesteckt werden mussten und viel Lehrgeld bezahlt wurde, hielt die Begeisterung in der Truppe an.
Im Jahr 2005 gestalteten sich - die Kampfergebnisse. zunehmend ausgeglichener. Es wurden Siege eingefahren und einige Begegnungen wurden nur sehr knapp verloren. Die Jugend ist bei der Ringerabteilung auf dem Vormarsch. (bk)

Zwei Generationen von leidenschaftlichen Ringern:

Die Jugendmannschaft mit den Vorsitzenden Georg Wild (links) und Karl Fischer (rechts).

(Fotos: bk)

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 11. August 2009 um 16:12 Uhr