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Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 20. Juli 2011 um 01:00 Uhr

Ringen in Geiselhöring seit 1902/1903

Es war im Winter 1902/03, als in Geiselhöring einige “starke Männer” den Gedanken aufgriffen, den damals populären Kraftsport Ringen und Stemmen in Geiselhöring einzuführen. Am 09.02.1903 wurde

dann im Gasthof Gil (heute Hotel Erl) der Verein 1. Athleten-Club “Deutsche Eiche 1903” gegründet. In den folgenden Jahren bis zum 1. Weltkrieg konnte man in damaligen Gauwettkämpfen, die bis nach Nürnberg führten, vereinzelt Titel und gute Platzierungen erringen. Nach Kriegsende trat am 16.08.1919 der Athletenclub mit einem Clubwettstreit wieder an die Öffentlichkeit. Um den zunehmenden Aufschwung der Leichtathletik Rechnung zu tragen, erhielt der Verein mit ca. 100 Mitgliedern am 06.03.1920 den Namen “Sportverein Geiselhöring”. Der Ringsport blühte auf und Geiselhöring war als Ringerhochburg in aller Munde. Meisterschaften wurden ausgerichtet, Einzeltitel errungen. Man kämpfte u. a. bei “Olympia” Weiden, Apollo München und gusta Augsburg. Im Sommer 1926 leitete sogar der 2. Welt-meister Gerstacker das Training.
Im Jahr 1932 gab der Sportverein seine Selbständigkeit auf und schloss sich am 15.06.1932 unter der neu- en Bezeichnung “Kraftsportverein des TV1862 Geiselhöring” dem Hauptverein an. Wegen der politischen Auseinandersetzungen in den folgenden Jahren ging die sportliche Tätigkeit des Vereins allmählich zurück und endete mit Beginn des 2. Weltkriegs.
Wieder waren es einige unentwegte, die bereits 1946 unter schwierigsten Bedingungen den Ringkampfsport aufbauten. Natürlich waren in den ersten Jahren die Erfolge dünn gesät. Erst mit der Wahl von Hubert Wessely am 11.03.1955 zum Abteilungsleiter ging es wieder aufwärts. Er holte als erstes am 02. u.  03. Juli 1955 das 50 jährige Gründungsjubiläum nach. Ab 1956 gab es wieder Punktekämpfe. Vor allem die Jugend sorgte bei Meisterschaften für Furore. Dabei setzte sich Karl Ring am 20./21.07.1957 in Hamburg als Deutscher Jugendmeister die Krone auf.
Die Mannschaft schaffte 1959/60 für ein Jahr den Aufstieg in die bayerische Oberliga, was der heutigen Bundesliga entsprach. Jetzt zog man vom Plasisaal in den “Geiselhöringer Hof” um. Ab 1965 wurden Landesliga und Bayernliga eingeführt. Bei den Punktekämpfen in den folgenden Jahren wechselten Hoch und Tief in der Bezirksliga, Gruppenliga und Landesliga bis sich die Kraftsportabteilung mit dem Aufstieg in die Bayernliga zur 75-Jahrfeier am 01. und 02. Juli 1978 selbst das schönste Geschenk machte.
Mit dem Bayernliga-Aufstieg begann eine Zeit der Stabilität in der Mannschaft. Gezielt konnte man sich Jahr für Jahr verstärken. Die Erfolgskurve zeigte nach oben, bis 1983 der aufstieg in die Oberliga gelang. Im selben Jahr kam sogar noch eine Zweite- und eine Schülermannschaft im Bezirk bei Punktekämpfen zum Einsatz.
Mit einem 6. Platz nach dem Aufstieg folgte 1985 ein dritter Rang und 1986 sogar Platz zwei in der Oberliga. Christian Haller glänzte mit der deutschen Vizemeisterschaft in der Jugend und bei einem Freundschaftskampf gegen Burghausen im Bierzelt verstärkte Olympiasieger Pasquale Passarelli die KSA-Staffel zum 22,5 : 16 Sieg.
Knappe Niederlagen und mehrere Dauerverletzte ließen 1987 die Ringer wieder auf Platz sechs abstürzen. Vier Stammringer verließen 1988 den Verein und nach Differenzen mit Vorstand Heribert Haller, der zurücktrat, stieg man voreilig freiwillig in die Bezirksliga ab. In dieser schwierigen Situation übernahm Franz Stierstorfer, als langjähriger Abteilungsleiter der Fußballer bestens geeignet, für 6 Jahre das Ruder. Mit Ihm gelang der Kraftsportabteilung ein sensationeller Siegeszug. Als ungeschlagener Bezirksmeister gelang der Aufstieg in die Landesliga. 1989 noch Vizemeister holte man 1990 die Meisterschaft und stieg in die Bayernliga auf. Der zwischenzeitlich beste KSA-Ringer Johann Reicheneder wurde 1989 Bayerischer Seniorenmeister und das Nachwuchstalent Markus Heinrich lies sich 1990 als Deutscher Junioren- Vizemeister feiern. Trainer Grabinger (Kehlheim) konnte 1991 seine Ringer nochmals motivieren. Sie wurden auf Anhieb völlig überraschend Bayernligameister und stiegen in die Oberliga auf, die sie vor vier Jahren verlassen hatten.
1992 schlug noch ein sechster Oberligaplatz zu Buche. Doch in der folgenden Punktrunde, vom Verletzungspech arg gebeutelt, musste man sieglos in die Bayernliga absteigen. Kampferfahrene Ringer gingen in den Ruhestand und konnten nicht ersetzt werden. So hielt man sich in der Bayernliga noch mit tschechischen und ungarischen Gastringern 1994 mit Platz sechs, 1995 und 1996 mit Platz vier achtbar, ehe 1997 der Abstieg in die Landesliga unvermeidbar war.
Nicht unwesentlich trug der Umstand bei, dass man ab 1994 ohne Abteilungsleiter agierte. Georg und Christa Wild, Hans-Jürgen Gaertig und Theo Kienberger führten die Abteilung kommisarisch. In den Jahren 1998 und 1999 kämpfte man in der Landesliga auf den Plätzen drei und fünf gut mit, ehe 2000 durch Ringerabgänge keine Mannschaft zu Punktkämpfen gemeldet werden konnte.
Wegen der anstehenden 100 - Jahrfeier in 2003 nahmen der neue Vorstand Harry Thurner und sein Vertreter Manfred Fuß 2001 das Ruder in die Hand. Sie setzen alles daran, im Jahr 2001 mit einem Neuanfang die ruhmreiche Kraftsportabteilung in der Bezirksliga Ndb-Obpf / Inn-Chiem wieder auf die Beine zu bringen. In der Bezirksliga belegte man gleich Platz eins und 2002 Rang zwei.
Obwohl Thurner wegen vorrangiger privater Interessen seinen Posten kurzfristig abgab, konnten die “Macher” 2003 der Abteilung eine gelungene 100 - Jahrfeier abliefern. Am 19. Juli 2003 fand der Festabend im “Geiselhöringer Hof” neben viel Prominenz mit Festredner Hubert Wessely und der Ansprache des Schirmherrn Bürgermeister Stierstorfer mit Ehrungen statt. Am 20. Juni 2003 der Kirchenzug mit abschließenden Freundschaftskampf gegen den ASV Hof, wobei man knapp mit 16 : 15 Punkten siegte.
Die Punkterunde 2003 beherrschten die KSA-Ringer nach Belieben und holten ungeschlagen die Bezirksmeisterschaft vor Cham. Als Punktbeste waren daran Voyshitsky, Orban und Ohl maßgeblich beteiligt. Bei den Aufstiegskämpfen scheiterte man wie schon 2001 mit 16 : 12,5 und 14 : 21 knapp an München-Ost.
Auch 2004 hieß der Favorit KSA-Geiselhöring. Mit Vdovin und Circiroglu neu im Kader leistete man sich zur Meisterschaft eine Niederlage in Cham. Bei den Aufstiegskämpfen hatte man gegen den ASV Au/Hallertau diesmal mit 16 : 20 und 21 : 10 die Nase vorn. Der Aufstieg war perfekt. Erstmals kam auch eine Schülermannschaft zum Einsatz. Aber mehr als achtbare Ergebnisse konnte man von den Trainern Lüdtke, Fischer und Ring nicht erwarten.
In der Landesliga 2005 konnte sich die Kraftsportabteilung gegen Favoriten um einen Mittelplatz in der Tabelle überraschend behaupten. Nur gegen Angstgegner München-Ost gab es zwei Durchhänger. Deshalb war der gesicherte 4. Platz trotzdem mehr als man sich als Aufsteiger erwarten durfte. Nur Reichenhall, Penzberg und Willmering rangierten vor den KSA-Ringern. Die Schülermannschaft schafften gegen Mietraching den ersten Sieg.
Landesliga 2006: Mit der punktuellen Verstärkung von A. Giss (55 kg-Regensburg), dem Tschechen V. Cedron (66 kg / Prag) und D. Rankl (74 kg - Mietraching) war der Blick unter Trainer Oleg Voyshitsky weiter nach oben gerichtet. Die Punktrunde verlief trotz Verletzungen optimal. Gegen die Favoriten Penzberg und Traunstein gab es nichts zu erben. Aber im Bezirks-Duell mit Willmering hatte man die Nase vorn und belegte den 3. Platz. Die Schüler zeigten sich mit einem Unentschieden - ausgerechnet beim Meister Cham - im  Aufwärtstrend.
In der Saison 2007 gehörte die KSA mit Burghausen II zum Favoritenkreis. Beide Staffeln beherrschten souverän die Konkurrenz. Als man im Vorkampf beim Gegner mit 20:18 siegte, schien der Aufstiegstraum greifbar nahe. Doch in der Labertalhalle drehte Burghausen II, verstärkt mit zweitligatauglichen Ringern beim 12:28 den Spieß um und stieg auf. Unbesiegt und Punktbeste blieben Trainer Voyshitsky, Turkiewicz und Giss. Der Nachwuchs schaffte mit Platz fünf den Anschluss an das Mittelfeld.

2008, nach 6 erfolgreichen Jahren ertmals ohne Ringertrainer Voyshitsky, war man mit dem Neuen Florian Geiger als Favorit bestens vorbereitet. Der Start verlief optimal. Auch die knappe 19:21 Niederlage in Mering schien kein Beinbruch. Aber nach dem verletzungsbedingen Saisonausfall von Rankl u. Fisch -Ohl ohne Training- lief trotz der Aushilfen der Oldies P. Reicheneder, Gallrapp und Heinrich nichts mehr rund. Daher der unnötige Punktverlust in Berchtesgaden, der letztlich hinter Mering die Meisterschaft kostete. Bei drei Niederlagen, war ein zuviel. Der Nachwuchs behauptete sich im Mittelfeld der Bezirksliga.

In der Punkterunde 2009 belegten die Kämpfer um Florian Geiger hinter dem souveränen Meister Aichach wieder Platz 2. Ohne Verletzungspech und Unvermögen war erneut mehr möglich. Andererseits rettete der Reaktivierte Eugen Ohl im Schlusskampf zwei Siege. Mit Uli Blümel, Lukas Würstl und Simon Eisenhut kamen auch Nachwuchsringer zum Einsatz. Vor durchwegs begeisterten Zuschauern blieb Sebi Orban als Einziger in allen Kämpfen unbesiegt.

Mit Aichach und Mering in der Favoritenrolle war 2010 für die KSA in der Landesliga-Süd kein Spitzenplatz möglich. Durchwegs mit den Jugendlichen Ring, Blüml, Würstl und Eisenhut, die sich im entscheidenden Moment erheblich steigerten, konnte man auch den Ausfall von Trainer Geiger wegen einer Knieverletzung im viertletzten Kampf kompensieren. Der hoffnungsvolle Nachwuchs, zusätzlich mit Eibl und Müller - Fisch fehlte, Siejak zu schwer - sicherte immerhin Platz drei beim letzten 22:19 Sieg in Reichenhall und ließen Westendorf II, St. Wolfgang, Willmering/Cham, Berchtesgaden und Reichenhall, hinter sich.



>> Die Entstehungsgeschichte des Ringsports

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 03. September 2014 um 23:04 Uhr